ein paar weitere worte zu einem eigentlich nicht sonderlich interessanten gegenstand.
punk ist nicht politisch. egal was die geschichte sagt, es ist ein irrtum. spätestens zu dem zeitpunkt, wenn jemand von sich gesagt hat punk zu sein und damit teil der bewegung wurde (vorausgesetzt dann auch noch initiiert zu werden) ist der ganze zauber dahin. so wie die christen ein historischer unsinn sind, nachdem es mit dem ende der welt nicht so recht funktioniert hat und anstelle dessen man sich ganz flexibel zur religion erklärte, die ihr untotes dasein unter der bedingung der relativierung der apokalypse in der geschichte fristet, so hat auch punk seinen paulus – etwa die anarchisten. wenn das ganze zu beginn einem schlecht zu integrierenden gefühl von – sagen wir – widerwillen gedient haben mag, so ist die politisierung eine rationalisierung, die im schlimmsten falle tatsächlich das elende prinzip hoffnung einführte und so selbst noch eine rolle darin sich zueignen konnte, den verdammten widerspruch zwischen dem individuum und der ordnung in der es lebt zu harmonisieren zu suchen. man denke nur an die romantischen vorstellungen der zivilisationsflüchter: das ewige punx-picnic in ruinen … zugegeben ist das vermutlich die am wenigsten elaborierte gestalt, die die misere angenommen hat. aber auch da, wo punk plötzlich sich anarchistisch gibt – die provokation mit einem gesellschaftsentwurf verwechselte – ist die erlösungshoffnung kaum wegzudenken. punk ist das übergangsstadium der urbanen jugend auf dem weg zum schließlichen eingehen in die rechte ordung …
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