Prolog

By hekuba

Erheben hiermit Anspruch auf eine Stimme im digitalen Universum, eine weitere im gleichgültigen Nebeneinander der Meinungen. Sparen wir hier das psychologisierende Erdeuten der Motive aus. Nicht dass Seelenzerfaserei zu betreiben ein zu verachtendes Geschäft wäre, sondern aus dem einzigen Grunde, dass vorausgesetzt sei, dass es sich um den – wenn auch beruhigend aufgeräumten – schwindlig machenden Blick in den Abgrund handelt. Das jedenfalls insofern all die vermeintlich durch solche Praxis gewonnene Souveränität nicht ein Standpunkt – davon auszugehen selbstredend ein Laienfehler, oder bloßer Dünkel ist – sein kann, sondern zugleich sich selbst in den Abgrund hinabgezogen finden muss. Wir bekennen uns also zum praktischen Partikularismus, als stünde das an sich zur Wahl (Von einem Zeitalter der Neutralisierungen immerhin, und darin dessen Namensgeber unter Missachtung seiner Intention folgend, kann nur als von einem Irrtum die Rede sein). Inhaltlich aber enthalten wir uns aller Programmatik. Indifferenz ist bloß hässlich, prägt sie die Haltung aus falsch verstandener Toleranz oder anderen Formen der falsch verstandener Gutartigkeit.

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